Verlagsverzeichnis 2011


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Anne de Xainctonge – Eine starke Frau


Die Schwestern von St. Ursula nehmen zur 350-Jahr-Feier ihrer Ankunft in Brig ihre Wurzeln in den Blick, die Gründung ihrer Gemeinschaft durch Anne de Xainctonge (1567–1621). Eine fundierte Lebensgeschichte der fortschrittlichen und mutigen Frau lag bisher nur auf Französisch vor; sie berücksichtigt die neuere Forschung und zitiert älteste Quellen. Diese Biographie ihrer Gründerin, vom Schweizer Jesuiten Albert Longchamp, haben die Schwestern von St. Ursula ins Deutsche übertragen lassen.
Anne de Xainctonge ist eine aussergewöhnliche Frau. Sie setzt sich zeit ihres Lebens leidenschaftlich für die Rechte und die Stellung der Frau ein, lange bevor von Feminismus auch nur die Rede ist. Ihre menschenfreundliche und eigenständige Pädagogik kommt vor allem den sozial Schwächeren zugute. Mit Gleichgesinnten gründet sie eine neuartige Gemeinschaft, um den Mädchen und Frauen die Glaubenslehre und allgemeine Bildung zu vermitteln, und zwar ­gegen mannigfaltigen Widerstand. Diese Pioniertat sichert ihr einen wichtigen Platz in der damaligen Gesellschaft, vor allem auch in der Kirche vor Ort. Sie erreicht ihr Ziel ohne ­Revolte, ohne durch grosse Reformen auffallen zu wollen, beharrlich und im Vertrauen auf Jesus. Sie tut einfach, was ihr notwendig scheint, die Not wendend.
Anne de Xainctonge lebt zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als der Ruf nach Gleichstellung der Frau in Gesellschaft und Kirche noch in weiter Ferne liegt. Eine bemerkenswerte Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist.

Ihr Leben und Wirken, fundiert und pointiert erzählt, lesenswert nicht nur für Ordensleute.

 

Anne de Xainctonge – Eine starke Frau, ISBN 979-3-9523744-6-7, Fr. 17.–, hier bestellen >>>

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Malo im Goms


Wieder herrscht ein schöner Sommertag. Malo, der fröhliche Lausbub mit den blonden Haaren und den blauen Augen, beschliesst, eine Fahrradtour ins Goms zu unternehmen. Als er aus seinem Haus geht, trifft er seine beste Freundin Luna. Die zottelige Füchsin ist begeistert von der Idee und freut sich auf einen spannenden Ausflug. Schon während der Fahrt mit dem roten Zug passiert das erste Malheur und Malo stürzt beim Fotografieren aus dem Fenster. Doch alles ist glimpflich abgelaufen und sie beginnen ihre Tour, die sie von Oberwald nach Ernen führen soll. Auf dieser Fahrt passiert so Einiges. Sie werden von einem wilden Stier verfolgt, freunden sich mit einem Angler an, werden fast von einem Segelflugzeug erfasst und kämpfen mit einem Steinadler. Sie übernachten im Zelt und müssen tatenlos zusehen, wie ein Rudel Hirsche ihre Vorräte auffrisst, bekommen aber am anderen Tag vom Bauern frische Kuhmilch.

In Ernen angekommen, sorgen sie für eine Überschwemmung und verkrachen sich mit dem Gemeindepräsidenten. Am Schluss klärt sich aber alles auf und mit einem riesengrossen Dorffest geht die abenteuerliche Reise für Malo und Luna zu Ende.

Das ist die zweite Geschichte von Malo und seiner Freundin, der Füchsin Luna. Eine spannend erzählte und wunderschön illustrierte Kinderbuchserie mit Abenteuern, die im Wallis spielen.

Malo im Goms, 72 Seiten, ISBN 978-3-905756-76-0, Fr. 35.-, hier bestellen >>>
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Glacier du Rhône

Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie
Von Mark Andreas Seiler

Bild- und Textband über das Hotel Glacier du Rhône in Gletsch (1858–1984), die anderen Seiler'schen Gastbetriebe in Zermatt, Bern und Küsnacht am Zürichsee und markante Unternehmerpersönlichkeiten dieser wohl bekanntesten Walliser Hoteliersfamilie. Mit einem Vorwort von alt Bundesrat Pascal Couchepin.

«mit einem – wie es sich geziemt, möchte man fast sagen – aussergewöhnlichen Prachtband, der mit dem Grossformat DIN-A3, einem Gewicht von über sechs Kilogramm, einer Fülle hervorragender bildlicher Reproduktionen sowie einer höchst gediegenen Gestaltung aufwartet.»
Eine bibliophile Hommage an das legendäre Seiler-Hotel «Glacier du Rhône»
Urs Hafner NZZ

 

«Du grand art hôtelier et intellectuel. L’art des Seiler.»
Aus dem Vorwort von Pascal Couchepin, Bundesrat 1998-2009, Bundespräsident 2003 und 2008.


«Hervorragend recherchiert [...] faszinierend illustriert.»
Christian Pfister, Professor für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte der Universität Bern 1997–2009.

«... magnifique futur ouvrage sur l‘hôtel Seiler Gletsch! [...] hôtel qui m‘a marqué par sa beauté.»
Dom Duarte Pio, Haupt des Hauses Bragança und portugiesischer Thronprätendent, nach Durchsicht der Druckfahnen in der Residenz in Sintra (Portugal) in Erinnerung an einen Besuch gemeinsam mit seinen Eltern.


Der Hauptteil des 446 Seiten zählenden und mehr als sechs Kilogramm wiegenden Opus im aussergewöhnlichen Format A3 quer, das in einer traditionsreichen chinesischen Druckerei auf Heidelberger Maschinen gedruckt und in Handarbeit gebunden wurde und nun in elegantem Schuber angeboten werden kann, beschlägt landschaftliche, reisekulturgeschichtliche und hotelunternehmerische Aspekte der Hotelsiedlung am Fusse des Rhonegletschers.


Der zeitliche Rahmen umfasst die zweieinhalb Jahrhunderte von den ersten bildlichen Darstellungen des Rhonegletschers zu Beginn des 18. Jahrhunderts über die Entstehung des Haupthauses im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts und den touristischen und wirtschaftlichen Höhepunkt dieser Transitstation des alpinen Pferdekutschenverkehrs vor dem Ersten Weltkrieg bis zur Aufgabe des Hotelbetriebs durch die Familie Seiler im Herbst 1984.

Die Landschaft im Wandel, ihre Darstellung über die Jahrhunderte und das mit bedeutenden Walliser Antiquitäten des 17. und 18. Jahrhunderts komponierte Hotelinterieur, wie es bis 1984 existierte, sind mit lithografischer Akribie in grossformatigen Abbildungen opulent illustriert. In fundierter historischer Analyse mit Hunderten von Bild- und Textbelegen wird die "Touristen-Karawanserei" Gletsch im hotelunternehmerischen Zusammenhang dargestellt.

Einen stärker fokussierenden Teil des Buches bilden zahlreiche Dokumente von Passanten, Touristen, Gästen, Mitarbeitenden und Hoteliers, eine bunte, nach Jahrzehnten geordnete Palette von Werbematerial und Bildpostkarten, die den Tourismus zwischen Furka und Grimsel vor Augen führt, zeitgenössische Zeitungsartikel, welche die Wahrnehmung des Hotels im Jahre 1984, am "Ende einer Epoche", widerspiegeln.

Anderthalb Dutzend Seiten sind dem heutigen Ort Gletsch gewidmet, der nunmehr im "Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz ISOS" als "Spezialfall von nationaler Bedeutung" figuriert. Zur Sprache kommen Aspekte des Landschafts- und Naturschutzes und der Wiederaufbau der Furka-Bergstrecke für den Dampfbahnbetrieb seit den 1980er-Jahren.

Wer den Hoteliersnamen Seiler hört, denkt indes in erster Linie an Zermatt, und ohne ausgreifende Skizzen der beruflichen Tätigkeit für diesen Teil der verzweigten Familienbetriebe und von dessen eindrücklicher Entfaltung zu einem der grössten Hotelunternehmen der Schweiz sind die Angehörigen der Familie, welche sich als hotelunternehmerische Visionäre oder aus familialer Solidarität der Belle Epoque Relaisstation Gletsch annahmen, in ihrem Wirken ebensowenig zu verstehen wie ohne Aufweis ihres politischen und verbandspolitischen Engagements für das Gemeinwesen und den Berufsstand.

So gelangen die touristischen Anfänge des Matterhorndorfes von der Mitte der 1850er-Jahre bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges, insbesondere die Lancierung des Zermatter Sportwinters durch Hermann Seiler 1927/28 und dessen Etablierung in den folgenden Jahren bis 1939 in diesem Prachtwerk erstmals anhand von vielen Dutzend signifikanten Bild- und Textzeugnissen zur Darstellung.

Randabfallend im Format A3 wiedergegebene Fotografien, Werbeplakate, Hotelprospekte, Artikel aus Zeitungen und Magazinen stellen vor Augen, wie sich das einst kleine Gletscherdorf in den Walliser Bergen zumal dank mannigfacher Initiativen und Bemühungen der Familie Seiler zu einer weltberühmten Feriendestination entwickelt hat.
 

446 Seiten, überaus reich illustriert,
42 x 29,7 cm, Hardcover, Fadenheftung,
geliefert im Schuber mit geprägtem Gewebeeinband
ISBN 978-3-905756-67-8, Fr. 179.–

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